Warum sich Musik zu einem bestimmten Ton hin zuhause anfühlt - und wie die Tonarten zusammenhängen.
Zurück zur MusikkarteDie Seiten davor haben die Bausteine geliefert: zwölf Töne, die Abstände zwischen ihnen, und Tonleitern als Muster aus solchen Abständen. Eine Tonart sagt, welches dieser Muster gerade gilt - und vor allem, welcher Ton dabei das Zuhause ist.
Zuhause heisst: Zu diesem einen Ton hin fühlt sich alles aufgelöst an. Eine Melodie darf sich weit von ihm entfernen, aber solange sie nicht bei ihm angekommen ist, klingt sie unfertig. Dieser Ton heisst Grundton oder Tonika.
Das ist keine Vereinbarung, die man auswendig lernen müsste - man hört es. Der erste Abschnitt unten macht genau das hörbar: dieselbe Tonleiter zweimal, einmal ohne und einmal mit dem letzten Schritt.
Zwei Dinge unterscheiden Tonarten voneinander: welcher Ton das Zuhause ist, und ob das Muster darum herum Dur oder Moll ist. Daraus ergibt sich alles Weitere - auch, wie viele Vorzeichen eine Tonart hat.
Er gilt für die ganze Seite - alle Abschnitte darunter rechnen mit ihm.
Im Quintenzirkel ganz unten lässt sich derselbe Grundton auch dort anwählen.
Beide Knöpfe spielen dieselbe Dur-Tonleiter aufwärts. Der eine hört einen Ton früher auf als der andere - sonst ist nichts anders.
Hör zuerst den linken. Er bleibt auf dem Ton direkt unter dem Ziel stehen, und man wartet unwillkürlich auf den nächsten.
Endet einen Halbton unter dem Grundton. Klingt offen, wie mitten im Satz abgebrochen.
Geht den einen Schritt weiter bis zum Grundton. Klingt fertig.
Die acht Stufen der Tonleiter
Zuhause: 1 · 8
Der Ton, bei dem es sich fertig anfühlt, ist C. Er ist das Zuhause dieser Tonart - und das ist alles, was der Begriff bedeutet.
Derselbe Grundton, dasselbe Zuhause - und trotzdem zwei völlig verschiedene Stimmungen. Der Unterschied steckt in nur drei der sieben Stufen.
Hör beide nacheinander an. Der Unterschied ist schon bei der dritten Stufe da, lange bevor die Tonleiter zu Ende ist.
Abstand zum Grundton in Halbtönen
Abstand zum Grundton in Halbtönen
Verschieden sind die Stufen 3, 6, 7. Jede davon liegt in Moll genau einen Halbton tiefer.
Die dritte Stufe entscheidet. Sie kommt so früh, dass man nach zwei Tönen schon weiss, woran man ist - alles Weitere bestätigt nur noch.
Moll gibt es noch in zwei weiteren Fassungen, dazu die Kirchentonleitern und die Pentatoniken. Alle zwölf im Erkunden-Bereich ansehen
Zwölf Tonarten im Kreis, jede eine Quinte über der vorigen. Wer im Uhrzeigersinn geht, sammelt Kreuze ein; wer gegen den Uhrzeigersinn geht, sammelt b.
Aussen die Dur-Tonarten, innen die parallele Moll-Tonart - beide benutzen dieselben Töne und haben deshalb dieselben Vorzeichen. Tipp eine an, um sie auszuwählen.
Dur · Moll
Unten am Zirkel treffen sich beide Wege: Sechs Schritte vorwärts und sechs zurück landen auf demselben Ton. Diese eine Tonart hat zwei gleichwertige Namen - hier steht die Fassung mit sechs Kreuzen.